Telefoninterview souverän meistern

Bei immer mehr Unternehmen ist das Telefoninterview fester Bestandteil im Bewerbungsverfahren. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Ein Telefoninterview spart für alle Beteiligten Zeit, Mühen und Kosten. Für den Arbeitgeber ist ein telefonisches Vorgespräch eine einfache Lösung, um vorab wichtige Fragen zu klären. Das Unternehmen bekommt einen ersten Eindruck, ob sich eine Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch lohnt. Wir geben Ihnen praxisnahe Tipps, welche Vorbereitung hilft und worauf Sie achten sollten, um in die nächste Runde zu kommen.

Vorbereitung ist wichtig

Beim Telefoninterview handelt es sich um ein „kleines“ Bewerbungsgespräch. Bereiten Sie sich auf das Telefonat genauso gut vor wie auf das eigentliche Vorstellungsgespräch. Die wichtigsten Eckdaten zum Unternehmen und zur Stellenausschreibung sollten Sie parat haben. Auch die Gehaltsvorstellungen und Ihr frühester Einstiegstermin gehören zu den Fragen, die gerne im Telefoninterview gestellt werden. Wenn Sie im Lebenslauf sehr gute oder gute Englischkenntnisse angegeben haben, können Sie durchaus damit rechnen, dass Teile oder das gesamte Interview in Englisch geführt wird.

Überlegen Sie sich vorab ein paar Fragen, wie z.B. der genaue Aufgaben- und Verantwortungsbereich aussieht, wie das Arbeitsumfeld aussehen oder wie die Einarbeitung ablaufen wird. Einige Punkte klären sich vielleicht schon im Gespräch, andere ergeben sich erst währenddessen. Themen wie Urlaubsanspruch und Arbeitszeiten sind aber noch kein Thema fürs Abtasten im Telefoninterview.

Ablenkungen vermeiden

Nehmen Sie das Gespräch an einem ruhigen, privaten Raum entgegen. Sind Sie beispielsweise gerade im Supermarkt und gehen mit dem Hund spazieren, sollten Sie dem Personalverantwortlichen einen späteren, allerdings zeitnahen Termin für das Gespräch vorschlagen.

Der beste Platz für ein Interviews ist der heimische Schreibtisch, auf dem alle nötigen Unterlagen griffbereit liegen: Lebenslauf, Informationen über das Unternehmen, Stichpunkte auf Antworten für mögliche Fragen. Um wichtige Details schnell notieren zu können, müssen Zettel und Stift bereitliegen. Nehmen Sie lieber das Festnetz-Telefon als das Handy, da die Verbindung meist besser und klarer ist. Denken Sie auch daran, Funktionen wie Makeln oder Anklopfen auszustellen.

Stellen Sie sich ein Glas Wasser bereit, am besten ohne Kohlensäure. Beim Frosch im Hals und Hustenreiz hilft es, einen Schluck zu trinken.

Richtige Haltung und freundliche Stimme

Nehmen Sie eine aufrechte Haltung ein, das verbessert die Atmung. Dadurch klingt die Stimme voller. In gekrümmter Position wirkt die Stimme gepresst. Im Stehen zu telefonieren verbessert die Konzentration, Sie wirken wacher und frischer, als wenn man die ganze Zeit sitzt. Wichtig ist auch die Rhetorik. Achten Sie auf eine klare Aussprache und präzise Antworten.

Wie in jedem Bewerbungsgespräch kommt es nicht nur auf die fachliche Qualifikation an, sondern auch ob der Bewerber sympathisch ist. Am Telefon ist das sicherlich schwierig. Dennoch ist es von Vorteil, während des Gesprächs zu lächeln und eine offene, entspannte Körperhaltung einzunehmen. Das führt dazu, dass Ihre Stimme enthusiastisch und offen klingt.

Klare Kommunikation

Kommunizieren Sie klar und deutlich. Das wirkt kompetenter als wenn man schnell spricht. Geben Sie prägnante Antworten, kommen Sie auf den Punkt und nehmen Sie aktiv am Gespräch teil. Das Gespräch sollte kein stumpfes Frage-Antwort-Spiel sein, sondern im besten Fall ein Gespräch auf Augenhöhe. Denken Sie auch daran, dass ein zustimmendes Nicken für den Gesprächspartner nicht sichtbar ist. Äußern Sie also Ihr Einverständnis, nachdem der Personaler einen Gedanken beendet hat. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner aussprechen, fallen Sie ihm nicht ins Wort.