Wie finde ich den richtigen Coach?

Wie finde ich den richtigen CoachDer Begriff des „Coachings“ ist in aller Munde. Führungskräfte, Personaler, Selbstständige, Beamte oder Ärzte lassen sich zu Coaches ausbilden. Als Führungs- oder Fachkraft in einem Unternehmen einen Coach zu haben, ist längst kein Makel mehr, sondern steht eher dafür, dass der Arbeitgeber auf die Leistungen des Coachees besonders setzt. Weitgehend unbeantwortet ist die Frage: Wie finde ich den Coach, der zu mir und meinem Thema passt?

Der Begriff Coach ist nicht geschützt. Es gibt keine staatlich anerkannte Ausbildung oder wissenschaftlich fundierte Qualitätsstandards für diese Tätigkeit. Die Qualität der Coaching-Angebote ist deshalb sehr unterschiedlich.

Zur Qualität gehören zwei: Ein Coach, der etwas kann, und ein Coachee, der mit dem Beratungsprozess zufrieden ist. Ob Angebot und Nachfrage zueinander passen, hängt nicht alleine von der Ausbildung ab, die ein Coach genossen hat. Mindestens ebenso wichtig ist der berufliche und persönliche Hintergrund, den der Coach in den Beratungsprozess mit einbringen kann.

Nicht anders verhält es sich beim Coachee, also der Person, die die Beratung in Anspruch nimmt: Sich in einer schwierigen Situation zu befinden, reicht nicht aus. Man muss sie auch beschreiben und ein Ziel für die Beratung formulieren können. Frühere Erfahrungen mit Coaching beschleunigen die Auftragsklärung und geben der Zusammenarbeit Schwung.

Im Coaching wird eine Problemstellung aufgenommen, analysiert, und Coach und Coachee erarbeiten mögliche Lösungswege. Experte seiner selbst und seines Themas ist der Coachee, der am Ende auch die für ihn oder sie richtige Entscheidung trifft.

Wie findet man am besten heraus, mit welchem Coach man arbeiten möchte? Wie ermittelt man, wem man sein Thema, seine Problemstellung anvertrauen kann? Woran erkennt man, ob ein Coach über das notwendige methodische Rüstzeug verfügt?

Dieses Vorgehen hat sich für Rat suchende Fach- und Führungskräfte bewährt:

  1. Werden Sie sich klar darüber, dass Sie sich in einer Situation befinden, in der Ihnen die Unterstützung einer neutralen Person helfen könnte.
  2. Grenzen Sie das Thema ein, um das es geht.
  3. Holen Sie Empfehlungen aus Ihrem Netzwerk ein und recherchieren Sie nach guten Coaches in dem von Ihnen definierten Beratungsfeld.
  4. Legen Sie Kriterien fest, nach denen Sie sich für einen Coach entscheiden wollen; z.B. Berufserfahrung, Branchennähe, Beratungskompetenz, Persönlichkeit.
  5. Führen Sie Kennenlern-Gespräche mit mehr als einem Coach. Fragen Sie nach den Erfahrungen im Beratungsgebiet, nach der Dauer von Beratungsprozessen und nach dem Preis.
  6. Entscheiden Sie sich für einen Anbieter und lassen Sie sich ein Angebot erstellen.
  7. Achten Sie frühzeitig im Beratungsprozess darauf, dass Arbeitsziele und Ende des Coachings festgelegt werden.

Die größte Hürde liegt im Formulieren der Problemstellung und des eigenen Ziels. Schon dabei hilft externe Unterstützung von neutraler Seite. Denn nur ein Dritter, ohne eigene Rolle im Kontext des Themas, kann sich ausschließlich auf die Sache konzentrieren, die vermeintlich einfachen Fragen stellen und die Dinge aus einer ganz anderen Perspektive beleuchten.