Wie Sie mit Ihrer Stellenanzeige beim Bewerber punkten können.

Wie Sie mit Ihrer Stellenanzeige beim Bewerber punkten könnenGerade Jobeinsteiger bemängeln oft den Informationsgehalt von Stellenanzeigen. Es ist von leeren Phrasen die Rede, wenig innovativ und geradezu oberflächlich. 89 Prozent meinen sogar, dass Arbeitgeber kein authentisches Bild von sich vermitteln, so das Ergebnis des GenY-Barometers, den das Karriere-Netzwerk ABSOLVENTA quartalsweise gemeinsam mit der Hochschule Koblenz erhebt. Neun von zehn Befragten finden, dass in vielen Stellenbeschreibungen die gleichen Begrifflichkeiten verwendet werden. Für 8 Prozent sind diese eintönigen, austauschbaren Inhalte sogar ein Grund, sich nicht zu bewerben. Und 83 Prozent sagen, dass sie die beschriebenen Erwartungen in der Stellenanzeige gar nicht erst verstehen.

Kritisiert werden auch die meist viel zu hohen Anforderungen an den Bewerber in den Stellenanzeigen. Personalabteilungen würden hochwertige Bewerbungen verlangen, während ihre Stellenanzeigen meist inhaltsleer seien. Die jungen High-Potentials wollen keine Stellenanzeigen von der Stange.  Doch was erwarten sie genau von einer guten Stellenanzeige?

1. Eindeutige Aussagen zur Stelle

Auf den Inhalt kommt es an. Die Bewerber möchten in erster Linie über die ausgeschriebene Stelle informiert werden. Wichtige Elemente sind dabei das Aufgaben- und Anforderungsprofil sowie ein prägnanter Stellentitel. Unternehmensbeschreibungen sind nicht relevant. Viel entscheidender sind Informationen zu Benefits wie Sozialleistungen, Lohnzusatzleistungen oder die konkrete Benennung von Weiterbildungsmaßnahmen, die direkt mit der Stelle verbunden sind. Außerdem möchten Bewerber bereits in der Anzeige über den Bewerbungsablauf informiert werden. Wichtig sind auch möglichst persönliche Kontaktdaten.

2. Eigener Schreibstil

Fast ein Drittel der Bewerber beklagt die Eintönigkeit der Anzeigentexte. Sie wünschen sich individuelle Stellenanzeigen, gerne auch in Stichpunkten. Laut der Studie werden Arbeitgeber, die einen eigenen redaktionellen Stil entwickeln, zukünftig bessere Chancen haben, junge Talente zu finden.

3. Kein Employer Branding

Employer Branding wie zum Beispiel Mitarbeiterzitate oder die Einbindung von Unternehmensvideos findet bei den Stellensuchenden weniger Anklang. Recruiting-Videos, die die Stelle direkt beschreiben, sind hingegen sehr gern gesehen. Und für weiterführende Informationen zum Unternehmen wünschen sie die Kandidaten einen Link zur Unternehmenswebsite. Links zur Social Media-Präsenzen stufen nur 28 Prozent als wichtig ein.

4. Nicht zu hohe Ansprüche an die Bewerber

Viele Bewerber bemängeln die viel zu hohen Ansprüche an die künftigen Mitarbeiter in den Anforderungsprofilen der Stellenanzeigen. Gerade mal 40 Prozent der Befragten bewerben sich auch dann, wenn sie nur die Hälfte der in der Anzeige formulierten Anforderungen erfüllen. Damit setzen Unternehmen einen Rekrutierungsfilter an, der auch viele passende Kandidaten davon abhält, sich zu bewerben.

5. „Jetzt bewerben“-Button

76 Prozent der Befragten wünschen sich in der Stellenanzeige einen „Jetzt Bewerben“-Button. Der Bewerber wird so direkt zum Bewerbungsformular geführt und kann seine Unterlagen hochladen.

Fazit: Bewerber wünschen sich konkrete Inhalte zur freien Position, sie möchten über den Bewerbungsablauf informiert werden und idealerweise Informationen über Benefits erhalten. Je konkreter die Anzeige ist, umso höher sind die Chancen auf eine erfolgreiche Stellenanzeige. Der Inhalt zählt mehr als Unternehmensvideos oder vermeintliche Zitate von Mitarbeitern oder Bilder aus der Arbeitswelt. In der Anzeige sollte es immer um die Stelle selbst gehen, nicht mehr aber auch nicht weniger.