Job-Speed-Dating – der schnelle Weg zum Job

10 Minuten Gesprächszeit, dann geht es zum nächsten Tisch. In diesem Rhythmus treffen sowohl Arbeitgeber als auch Jobsuchende beim Job-Speed-Dating aufeinander und können so prüfen, ob eine Zusammenarbeit funktionieren kann. Schneller können Arbeitssuchende nicht an einen Job kommen und Unternehmen neue Fachkräfte für sich gewinnen. Die Idee, die Regeln des Speed-Datings mit der Personal- und Jobsuche zu verknüpfen, kommt aus Großbritannien. Im Sommer 2009 fand das erste Job-Speed-Dating in Deutschland statt. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv, doch wer bietet Job-Speed-Datings an und was muss man beachten? Wir haben für Sie einige Fragen beantwortet.

Wer veranstaltet Job-Speed-Datings und an wen richten sie sich?

Job-Speed-Datings sind bei staatlichen Einrichtungen sehr beliebt. Gerade Arbeitsämter und Jobcenter haben diese Form des Verfahrens für sich entdeckt. In der Regel wenden sich Unternehmen an die Arbeitsagenturen, um einen Job-Speed-Dating-Termin zu vereinbaren. Arbeitssuchende werden selektiv eingeladen. Wann und wo erfährt man bei der Arbeitsagentur vor Ort. Manche Termine richten sich an junge Hochschulabsolventen, die Generation 50plus, Akademiker, technische Berufe oder Langzeitarbeitslose.

Job-Speed-Datings finden häufig auch im Rahmen von Jobmessen (z.B. FIBO 2016, connecticum Karrieremesse) statt und bei Organisationen, die Personalsichtungen bei Hochschulen durchführen. Es gibt aber auch Unternehmen, die das Job-Speed-Dating einfach selbst organisieren, wie z.B. bei der Deutschen Bahn, Lidl, TÜV Nord und vielen anderen namhaften Unternehmen.

Was sind die Vorteile?

Beim Job-Speed-Dating steht der persönliche Eindruck des Bewerbers im Vordergrund. Bewerbungsschreiben und Zeugnisse treten in den Hintergrund. Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand, gerade wenn eine ganze Reihe von Stellen zu besetzen ist. So wurden gerade dieses Jahr im Mai in Hamburg 60 neue Brandwachen während des Umbaus der „Queen-Mary 2“ bei Blohm & Voss über ein Speed-Dating der Arbeitsagentur vermittelt. Die Mitarbeiter wurden nach Ablauf des Umbaus auch weiterbeschäftigt.

Worauf sollte man beim Job-Speed-Dating achten?

Angesichts der knappen Zeit, muss der Bewerber schnell auf den Punkt kommen, alles Wichtige anbringen, realistisch bleiben und einen positiven Eindruck hinterlassen. Für lange Floskeln und Small-Talk ist hier kaum Platz. Job-Speed-Datings verlangen höchste Konzentration. Der Bewerber sollte sich von Beginn an selbstbewusst präsentieren, Blickkontakt halten und versuchen das Gespräch aktiv zu lenken.

Die Kurzpräsentation sollte möglichst schon im Vorfeld mit Bekannten oder vor dem Spiegel geübt werden. Eine gute Übung ist es auch, die Bewerbungssituation in einem belebten Café zu proben. Gerade Fragen, warum man genau der Richtige für das Unternehmen ist und was das Unternehmen an einem hat, sollten schlüssig präsentiert werden.

Da die teilnehmenden Unternehmen in der Regel vorab bekannt sind, sollten sich die Teilnehmer gut über die Unternehmen informieren. Womit beschäftigt sich das Unternehmen, was sind die herausragenden Produkte und Dienstleistungen, wurde das Unternehmen in jüngster Zeit in den Medien erwähnt?

Ein Job-Speed-Dating ist nichts anderes als ein Vorstellungsgespräch, außer dass es wesentlich straffer organisiert ist. Wer das beachtet, ist bestens vorbereitet.