Arbeitgebermarke – 8 Tipps für eine starke Online-Präsenz

shutterstock_193013642Die Arbeitgebermarke spielt eine wichtige Rolle bei der Suche nach Mitarbeitern. Karriere-Website, Social Media- und Business-Netzwerke –  ohne digitale Präsenz geht heute nichts mehr. Welche Kanäle sollte man nutzen? 8 Tipps für eine starke digitale Arbeitgebermarke.

  1. Suchmaschinenoptimierung

Zu allererst ist es wichtig, dass Ihre Website gefunden wird. Google ist  in Deutschland die mit Abstand führende Suchmaschine. Auch Ihre potentiellen Kandidaten suchen über Google. An einer für diese Suchmaschine optimierten Website kommt man nicht vorbei. Eine gute Sichtbarkeit bei Google erreichen Websites mit passenden Keywords, einer nutzerfreundlichen Struktur und themenrelevanten Backlinks. Listen Sie Ihre Website auch in großen Verzeichnissen und Webkatalogen.

  1. Mobile Website

Über 60 Prozent des Internet-Traffics erfolgt über mobile Geräte. Die Optimierung für Mobilgeräte zählt mittlerweile zu den wichtigsten Aspekten eines Online-Auftritts. Ist Ihre Website nicht mobiloptimiert, dann sollten Sie das unbedingt nachholen. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihre Website mobiloptimiert ist, dann können Sie mit Google einen Test zur Optimierung auf Mobilgeräte durchführen. Klicken Sie dafür hier: https://search.google.com/search-console/mobile-friendly

Google hat für 2017 einen Mobile-First-Index angekündigt. Smartphone-User bekommen dann zukünftig Seiten angezeigt, die mobil leichter nutzbar sind. Ist die Seite nicht mobiloptimiert, kann das zu einem schlechteren Google-Ranking führen.

  1. Karriere-Website

Karriere-Websites sind ein wichtiger Baustein im Employer Branding. Für über 90 Prozent aller Hochschulabsolventen ist die Karriereseite des Unternehmens der erste Anlaufpunkt, um sich über den möglichen Arbeitgeber zu informieren oder nach konkreten Stellen zu suchen, das ergab eine Umfrage von Kienbaum Communications. Doch viele Unternehmen verpassen hier ihre Chance. Entscheidend ist, dass Sie neben klaren, ansprechend aufbereiteten Informationen eine gute Usability (Navigation, Suchfunktion), Mehrwertangebote (Eventankündigungen, Chats, Bewerbungstipps, authentische Unternehmens-Insights) und die Möglichkeit einer Bewerbung per Mobilgerät anbieten. Viele Karriere-Websites zeigen Schwächen bei der technischen Umsetzung. Kandidaten brechen den Bewerbungsprozess ab, wenn er zu lange dauert oder  technische Probleme auftreten.

  1. Eigener Unternehmensblog

Der Corporate Blog entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Instrument der Online-Kommunikation. Unternehmen können sich so viel transparenter und glaubwürdiger darstellen, als das mit herkömmlicher Werbung möglich ist. Ein Corporate Blog bietet spannende Einblicke in ein Unternehmen, zeigt Kompetenz, teilt Wissen und fordert zum Dialog auf. Beziehen Sie auch Ihre Mitarbeiter ein. Mitarbeiter sind die glaubwürdigsten Botschafter eines Unternehmens.

Ein weiter Vorteil ist die bessere Sichtbarkeit bei Google. In den Suchmaschinen belegen Blogs, die eine hohe Relevanz haben, oftmals die ersten Plätze im Ranking. Die besten Blogbeiträge können sie auch als E-Book zum Download anbieten. Beispiele für gelungene Blogs finden Sie u.a. bei Daimler https://blog.daimler.com/ und Ritter Sport https://www.ritter-sport.de/blog/.

  1. Unternehmensvideos

Machen Sie Ihr Unternehmen erlebbar. Nutzer lieben Videos. Videos bleiben länger in Erinnerung als reiner Text, sie schaffen Vertrauen, erklären komplizierte Sachverhalte und auf verschiedenen Plattformen eingebunden werden (YouTube, Facebook, aber auch auf Messen, in Präsentationen und im Geschäft). Außerdem erhöhen auch sie die Sichtbarkeit bei Suchmaschinen. Beispiele für interessante Videos sehen Sie bei Lunge Schuhmanufaktur https://vimeo.com/59688338 oder Wempe: Ausbildung zum Uhrmacher https://www.youtube.com/watch?v=OxEnhqW1ze8.

  1. Soziale Netzwerke

Nutzen Sie XING oder Facebook, um Bewerbern einen Einblick in Ihr Unternehmen zu geben. Seien Sie authentisch und lebendig. Wichtig ist hier die Aktualität und Relevanz der Informationen. Soziale Medien sind allerdings keine reinen Sende-Kanäle, es geht hier auch um den Dialog.

  1. Arbeitgeberbewertungsportale

Für Arbeitgeber werden die Bewerbungsportale Kununu, Jobvoting, Mein Chef und Glassdoor immer wichtiger. Die öffentliche Bewertung der Mitarbeiter kann zum Wettbewerbsvorteil oder –nachteil werden. Nutzen Sie Arbeitgeberbewertungsportale für Ihr Employer Branding und fragen Sie Ihre Mitarbeiter, ob sie ihr Unternehmen bewerten wollen. Dabei sind auch Kritikpunkte erlaubt und sogar erwünscht. Kein Arbeitgeber ist perfekt, das wissen auch die Bewerber.

  1. Kooperationen mit Hochschulen und Schulen

Der Nachwuchs ist der Mitarbeiter von morgen. Nutzen Sie dazu die Zusammenarbeit mit Hochschulen oder Schulen in regionaler Umgebung. Präsentieren Sie sich auf gut besuchten Ausbildungs- und Hochschulmessen. Sponsern Sie Sportevents, bei denen potentielle Kandidaten anwesend sind. Interessante Messen sind z.B. connecticum und Messe Karrierestart.

Fazit: In Zeiten des Fachkräftemangels rückt die Arbeitgebermarke immer mehr in den Fokus. Nutzen Sie die vielfältigen digitalen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Präsenz im Netz. Für viele Unternehmen gibt es hier noch kreativen und strategischen Spielraum. Bedenken Sie dabei: Nur wenn Ihre Arbeitgebermarke intern von Ihren Mitarbeitern getragen wird, wird sie in der Kommunikation nach außen glaubwürdig und transparent erlebt.