Online lernen mit YouTube und Co.

shutterstock_200248724Wer sich weiterbilden will, hat online viele Möglichkeiten. Der Zugang zu Wissen wird durch das Internet immer leichter. Gerade die sozialen Medien geben dem Thema „E-Learning“ eine neue Richtung. Viele Menschen organisieren sich ihr Wissen selbst und teilen es. Über Google, YouTube und Wikipedia, aber auch über Blogs, Foren und Communities findet ein aktiver Austausch von Wissen statt. Dieser Trend zum miteinander Lernen verändert den Bildungsmarkt.

Wo lernt es sich am besten? Wir stellen Ihnen die wichtigsten sozialen Lern-Medien vor:

YouTube – Lernvideos

In der Umfrage „Top 200 Tools for learning“ steht YouTube an zweiter Stelle. Seit 2007 veröffentlicht Jane Harts die Liste der Top 200 Tools for learning. Im ersten Jahr lag YouTube noch auf Rang 22. Die Video-Plattform hat sich mittlerweile zu einer der wichtigsten Ressourcen für jede Art von Weiterbildung entwickelt.

YouTube zeigt nicht nur Musik- oder Sportvideos, sondern eignet sich auch zum Lernen. Es gibt unzählige Kanäle, mit denen man Sprache und Programme erlernen sowie andere schwierige Aufgaben meistern kann. YouTube bietet örtliche und zeitliche Flexibilität und ist einfach zu handhaben. Um einen Einstieg in ein Thema zu bekommen, eignet sich die Suche bei YouTube fast immer. In dem Forum werden Lerninhalte auch international und global  diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitig Filme mit interessanten Lehrinhalten weiterempfohlen. So treten Lernende in Kontakt, tauschen sich aus und lernen voneinander. Insbesondere das Angebot an Fremdsprachenvideos ist groß.

 

Wikis – Recherchieren im E-Lexikon

Ein Wiki ist ein Lexikon im Internet, das vom Benutzer nicht nur gelesen, sondern direkt bearbeitet werden kann. Mehrere Benutzer tragen hier ihr Wissen zusammen und teilen es. Wiki bedeutet “schnell”, das bekannteste Wiki ist das Online-Lexikon Wikipedia. Ein Wiki ist unkompliziert, leicht zu bedienen, egal, wo man ist und die Änderungen werden sofort sichtbar. Die Nutzer arbeiten immer an der aktuellsten Version. Wikis eignet sich insbesondere für den Aufbau von Wissensdatenbanken, Dokumentationen und dienen dem Austausch von Lerninhalten und Erfahrungen. Viele Unternehmen haben bereits eigene Wikis gegründet, um das Wissen ihrer weltweit verstreuten Mitarbeiter zu sammeln. Innerhalb einer Organisation entstehen so eigene virtuelle Orte, an denen sich Menschen austauschen und zusammenarbeiten können. Kostenlose Programme zur Erstellung eines Wikis sind z.B. Mediawiki und Dokuwiki.

 

Blogs – Wissens- und Erfahrungsaustausch

Blogs, auch Weblogs genannt, sind Seiten im Internet, auf denen Autoren regelmäßig Inhalte zu verschiedensten Themen, eben auch Lernthemen, veröffentlichen. Blogs lesen sich wie Lerntagebücher und sind oft in der Ich-Form geschrieben, denn es geht hauptsächlich um die persönlichen Erfahrungen und Meinungen zu einem bestimmten Thema. Leser können die Beiträge kommentieren und mit eigenen Webseiten verknüpfen. Die beliebteste Blog-Software ist WordPress.

Beispiele für Blogs:

  • Weiterbildungsblog.de beschäftigt sich mit aktuellen Themen der Weiterbildung und des Lebenslangen Lernens.

http://www.weiterbildungsblog.de/

  • Karrierebibel.de ist das erfolgreichste Blog zum Thema Karriere.

http://karrierebibel.de/

  • Auf selbstständig-im-netz.de findet man umfangreiche Anleitungen und hilfreiche Artikel, um richtig in die Selbständigkeit zu starten.

http://www.selbstaendig-im-netz.de/

  • Karriere-Einsichten.de berichtet rund um das Thema Berufsleben.

http://karriere-einsichten.de/

  • Auf Karriere-Guru.de findet man wichtige Themen aus den Bereichen Ausbildung, Praktikum, Studium und Beruf.

http://karriere-guru.de/

 

Communities – Wissensgemeinschaften

Communities sind Gemeinschaften im Internet, in denen sich die Nutzer austauschen und vernetzen können. XING gehört hier zu den bekanntesten Portalen Deutschlands. Es gibt aber auch viele Fachportale, in denen sich die Nutzer gegenseitig Ratschläge erteilen oder Auskunft geben. Der Nutzer kann Fragen unverbindlich an die Gemeinschaft stellen und erhält in der Regel schnell eine Antwort.

Beispiele für virtuelle Communities

  • XING: Führendes Business-Netzwerk in Deutschland mit zahlreichen Foren mit Diskussionen, Empfehlungen und Erfahrungsaustausch.
  • LinkedIn: Weltweit größtes Business-Netzwerk mit vielen Foren und Themenseiten
  • Twitter: Kurznachrichtendienst bietet schnellen fachlichen Austausch mit Experten. Über bestimmte Hashtags erhält der User Einblicke in bestimmte Themengebiete.
  • Die Corporate Learning Community bietet Gruppen auf XING, Facebook, Google+ und LinkedIn.
  • Karrierefragen.de ist eine Community-Seite rund um die Themen Ausbildung, Bewerbung, Berufswahl, Arbeitgeber, Geld und Karriere.
  • Babelboard.de ist eine Sprachen-Community. Benutzer aus aller Welt helfen sich gegenseitig bei Sprachproblemen.

 

Fazit: Die Zugangswege fürs Lernen haben sich verändert. Soziale Medien und andere Web-Anwendungen erweitern unsere Möglichkeiten und erleichtern uns den Zugang zu neuen Wissensquellen.