Aufregung vor dem Bewerbungsgespräch

Aufregung_vor_dem_BewerbungsgespraechWer kennt es nicht, das flaue Gefühl im Magen kurz vor dem Bewerbungsgespräch. Die Freude über die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist groß. Doch unmittelbar vor dem Termin steigt die Aufregung. Das Herz schlägt schneller, die Hände zittern und man fängt leicht an zu schwitzen.

Fragen wie: Was ist, wenn ich einen Fehler mache, wenn ich den Job nicht bekommen und wie geht es dann weiter? plagen den Bewerber, bevor er den Raum betreten hat.

Nervosität vor einem Vorstellungsgespräch ist normal. Schließlich geht es um die berufliche Zukunft, man möchte den Job haben. Das Gefühl, den Anforderungen nicht genügen zu können, oder die Angst, während des Gesprächs einen Fehler zu machen, können aber dazu führen, dass selbst gut vorbereitete Bewerber verunsichert sind und Schwierigkeiten haben, ihr Potential auszuschöpfen.

Ein Gefühl der Ohnmacht und Ungewissheit setzt ein, denn man hat die Entscheidung nicht selber in der Hand, hat keinen Einfluss auf das Ergebnis des Gesprächs. Es ist unklar, wer sich noch beworben hat und nach welchen Kriterien sich das Unternehmen entscheidet. Andere bestimmen darüber, ob man den Job bekommt oder nicht.

Aufregung kann aber auch durchaus stimulierend und damit positiv wirken. Es kann uns zu Höchstleistungen antreiben. Bei Aufregung oder Lampenfieber werden die körpereigenen Hormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Durch Adrenalin, ein kreislaufaktives Hormon, steigt der Blutdruck, das Herz schlägt schneller und die Muskeln werden besser durchblutet. Cortisol, ein körpereigenes Hormon, hebt den Blutzuckerspiegel an und stellt damit Energie zur Bewältigung von Stress und Belastungen zur Verfügung. Der Körper ist auf Aktion eingestellt.

Ein gewisses Maß an Stresshormonen schärft also die Aufmerksamkeit, steigert die Konzentrationsfähigkeit und wirkt somit leistungsfördernd. Doch ein Zuviel lähmt die Konzentration und das Gedächtnis.

Erfahren Sie hier, wie Sie mit der richtigen Herangehensweise Ihre Aufregung besser in den Griff bekommen können:

 

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Informieren Sie sich detailliert über das Unternehmen, und wenn möglich über den Interviewer. Kennen Sie Ihre Stärken, Schwächen und Zukunftspläne und wissen Sie, warum Sie unbedingt diesen Job möchten. Je mehr Sie wissen, desto schwieriger ist es, Sie durch Fragen aus dem Konzept zu bringen. Schreiben Sie die wichtigsten Fähigkeiten und Erfahrungen auf. Nachweislich können wir uns besser an Informationen erinnern, wenn wir diese schriftlich auf Papier festhalten. Formulieren Sie einzelne Bausteine und erzählen Sie diese in den Tagen zuvor einer vertrauten Person.

Die innere Haltung macht den Unterschied

Seien Sie zuversichtlich und gehen Sie mit Freude in das Gespräch. Sie sind kein Bittsteller. Ihre Unterlagen haben einen positiven ersten Eindruck hinterlassen. Das Unternehmen verspricht sich von Ihnen einen Nutzen. Außerdem sind auch Sie Interviewer. Bewerbungsgespräche sind Ihre Chance, mehr über das Unternehmen zu erfahren und es kennenzulernen. Es geht also nicht nur darum, was das Unternehmen will, sondern auch darum, ob Sie bei diesem Unternehmen arbeiten möchten. Mit diesem Wissen im Hinterkopf können Sie selbstbewusst auftreten.

Vorher entspannen

Bewegen Sie sich vor dem Gespräch, ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft wirkt entspannend und kann die Nervosität reduzieren. Konzentrieren Sie sich dabei auf etwas, dass Ihnen Freude bereitet. Positive Erinnerungen bringen ein Lächeln in Ihr Gesicht und heben Ihre Grundstimmung.

Lächeln schafft Nähe

Versuchen Sie, offen und freundlich zu schauen. Ein ehrliches, nicht aufgesetztes Lächeln verbessert die Kontaktaufnahme und hilft Ihnen, sich selber zu entspannen. Ein zu strenger Blick hingegen wirkt abweisend.

Mit zeitlichem Spielraum anreisen

Kalkulieren Sie bei Ihrer Anreise einen großzügigen zeitlichen Puffer ein. Abgehetzt oder gar verspätet zum Gesprächstermin zu erscheinen, macht einen schlechten Eindruck und setzt Sie noch mehr unter Druck.

Fazit: Auch beim Vorstellungsgespräch gilt: Übung macht den Meister. Je mehr Gespräche Sie absolviert haben, umso sicherer wird Ihr Auftreten sein. Insbesondere bei den ersten Gesprächen gehört es fast dazu, ein bisschen Bammel zu haben. Denken Sie auch immer daran: Nervosität ist kein Zeichen von Schwäche, sondern einfach menschlich und sympathisch. Und darum geht es schließlich auch bei der Bewerberauswahl, um die Persönlichkeit.