Die 7 Top-Trends im Online-Recruiting

Die-7-Top-Trends-im -Online-RecruitingDas mobile Zeitalter hat das Recruiting fundamental verändert. Die klassische Bewerbung rückt immer mehr in den Hintergrund und macht Platz für neue Technologien und Innovationen. Fast jeder Erwachsene besitzt heutzutage ein Smartphone. Shoppen, Netzwerken, Nachrichten und Bilder verschicken gehört zum Alltag dazu, gerade bei Berufseinsteigern und Young Professionals. Der Wettbewerb um junge Talente wird digitaler. Was müssen Unternehmen zukünftig beim Recruiting beachten?

Hier finden Sie sieben Tipps für Ihr Recruiting:

 

  1. Mobil-optimierte Websites

Bewerber sind per Smartphone unterwegs und schauen sich von überall aus Stellenanzeigen und Karrierebereiche der Unternehmen an. Das Thema „Mobile Optimierung der Website“ sollte bei Unternehmen ganz oben stehen. Wie Google verkündete, schaut die Suchmaschine zukünftig auch nicht mehr, ob es zu einer Desktop-Version auch eine mobile Version gibt, sondern umgekehrt. Websites, die also über keine mobile Version verfügen, werden bald schlechter gefunden.

  1. Einfache Bewerbung

Bewerber suchen nicht nur mobil, sie wollen sich auch mobil bewerben. Unternehmen würden mehr Bewerbungen generieren, wenn sie in ihren Stellenanzeigen auch die Möglichkeit anbieten würden, sich mobil zu bewerben. Ein einfaches Formular mit Angabe der Kontaktdaten, eine einfache Upload-Möglichkeit bzw. die One-Click-Bewerbung via XING oder LinkedIn – mehr braucht es nicht.

  1. Social Recruiting mit Social Job Ads und Targeting

Mit Social Job Ads können Unternehmen in Netzwerken wie XING, LinkedIn, Facebook oder Instagram auf ihre Jobs aufmerksam machen. Immer wichtiger wird dabei das Targeting, also Stellenanzeigen, die gezielt potentiellen Bewerbern zugespielt werden. Hierbei spielen Faktoren wie demografische Daten, Wohnort und Suchverhalten im Internet eine Rolle.

  1. Recruiting über Apps

Bewerber können mit einem „Wisch“ ihre Bewerbung abschicken. Diese Swipe-Technologie ist unter anderem aus Dating-Anwendungen bekannt und entspricht den Nutzungsgewohnheiten der Berufseinsteiger und Young Professionals. Mit nur wenigen Klicks erstellt der Nutzer sein Bewerbungsprofil, z.B. durch die Verknüpfung mit einem Facebook-Konto. Der vollständige Lebenslauf kann über Dienste wie Dropbox oder Google Drive hochgeladen werden. Im nächsten Schritt erhält der Jobsuchende zum Profil entsprechende Stellenangebote. Mit einem Swipe nach links kann er das Angebot ablehnen, mit einem Swipe nach rechts schickt er seine Bewerbung ab, entweder als Kurzprofil oder mit dem gesamten Lebenslauf. Bei Interesse nimmt der Personaler im Anschluss Kontakt mit dem Talent auf.

  1. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Ab dem 25. Mai 2018 gilt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Es geht um den respektvollen Umgang mit personenbezogenen Daten, Vertraulichkeit und Datensicherheit. So ist beispielsweise erforderlich, dass ein Bewerber aktiv in die Speicherung seiner Daten einwilligt. Bewerber sollen die Möglichkeit haben, ihre Daten verschlüsselt zu senden. Außerdem müssen Unternehmen Bewerbern bei Eingang der Unterlagen über die Art der Datenerhebung informieren (betrifft Bearbeitungszweck und Aufbewahrungszeitraum). Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sollten sich die gesetzlichen Änderungen genau anschauen und Prozesse überdenken.

  1. Stellenangebote fit für „Google for Jobs“ machen

„Google for Jobs“ ist im Juni 2017 in den USA gestartet, Googles eigene Jobsuchmaschine. Ein Nutzer muss nicht mehr die einzelnen Jobbörsen oder Karriere-Websites der jeweiligen Unternehmen besuchen, sondern erhält auf Google alle Stellenangebote. Wann „Google for Jobs“ nach Deutschland kommt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Unternehmen sind gut beraten, ihre Jobanzeigen „Google freundlich“ zu gestalten.

  1. Chatbots und Sprachassistenten

Chatbots oder auch Chatroboter übernehmen die erste Kommunikation mit dem Bewerber. Der Bewerber wird beim Klick auf den „Bewerben-Button“ in einer Stellenanzeige zu einem Chatbot weitergeleitet. Der Chatbot fragt Daten wie Name, Erfahrungen, bisherige Arbeitgeber, Gehaltsvorstellungen, Starttermin, Telefonnummer und E-Mail-Adresse ab und übermittelt diese automatisch an den Recruiter. Bei Interesse kann der Recruiter Kontakt aufnehmen und weitere Informationen wie Lebenslauf, Arbeitszeugnisse oder CV anfordern.

Fazit: Die neuen Entwicklungen sollten als Chance verstanden werden. Indem Unternehmen sich regelmäßig über die Recruiting-Trends informieren, haben sie gute Chancen, Kontakt zu vielversprechenden Bewerbern aufzubauen.