10 Tipps für erfolgreiche Mitarbeitergespräche

10_Tipps_fuer_erfolgreiche_MitarbeitergespraecheDer offene Dialog gehört zu den wichtigsten Führungsaufgaben. Leider finden Mitarbeitergespräche zu selten statt und werden viel zu oft improvisiert. Das wiederum führt eher zu demotivierten Mitarbeitern als zu besseren Leistungen. Dabei ist die Pflege der Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter als auch die gemeinsame Planung und Vereinbarung von Zielen und Maßnahmen so wichtig. Entscheidend für erfolgreiche Mitarbeitergespräche ist dabei die Vorbereitung. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

  1. Kommunikation im Fluss halten

In der Praxis finden Mitarbeitergespräche viel zu selten statt. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Mitarbeitern. Eine Vielzahl von Problemen ist durch regelmäßigen Austausch von Informationen und Gesprächen leichter lösbar oder würde gar nicht erst entstehen.

  1. Rahmenbedingungen schaffen

Kündigen Sie das Gespräch rechtzeitig an, so dass auch Ihr Mitarbeiter Zeit zur Gesprächsvorbereitung hat. Gibt es einen Termin für das Gespräch, sollte dieser auch eingehalten werden. Mitarbeitergespräche haben stets hohe Priorität. Seien Sie pünktlich und nehmen Sie sich Zeit für das Gespräch. Kein gutes Mitarbeitergespräch ist in 15 Minuten abgehakt. Suchen Sie sich einen ruhigen Raum ohne Telefon und Laptop aus.

  1. Auf das Gespräch vorbereiten

Die Voraussetzung für ein konstruktives Gespräch ist immer eine fundierte Vorbereitung. Idealerweise haben Sie dazu Ihren Mitarbeiter während des letzten Jahres beobachtet und sich Notizen gemacht, wie er arbeitet, wie er sich gegenüber anderen verhält etc. Überlegen Sie sich vorab, welche Themen besprochen werden sollen und wie Ihr Standpunkt dazu ist.

  1. Die eigenen Stimmungen reflektieren

Reflektieren Sie vor dem Gespräch Ihre eigenen Stimmungen: In welcher Stimmung sind Sie gerade, wie könnte dies das Gespräch beeinflussen, wie gelassen oder gereizt sind Sie, was denken Sie gerade über den Mitarbeiter, mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Gespräch?

  1. Konstruktive Wortwahl

Führen Sie das Gespräch sachlich und konkret. Finden Sie konstruktive Formulierungen, werden Sie nicht persönlich. Ihre Wortwahl hat einen großen Einfluss auf die Gedanken und Leistungen Ihres Mitarbeiters.

  1. Geschickt fragen

Vermeiden Sie Monologe. Mitarbeitergespräche haben den Sinn, dass Vorgesetzte und Mitarbeiter miteinander reden. Stellen Sie offene Fragen, also Fragen, die nicht mit einem einsilbigen Ja/Nein beantwortet sind, um Informationen vom Mitarbeiter zu erhalten. Gute Fragen erhöhen die Gesprächsqualität und sie bekunden Interesse an dem Mitarbeiter.

  1. SMART formulierte Ziele

Formulieren Sie klare Zielvorgaben. Dabei können SMART-Kriterien, die zum Standard der Managementlehre gehören, hilfreich sein. SMART steht für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert, d.h. Ziele sollten möglichst konkret formuliert werden, sie sollten messbar sein, den Fähigkeiten der Mitarbeiter entsprechen, erreichbar, aber nicht zu leicht und mit einer konkreten Frist verbunden sein.

  1. Objektives Feedback

Um objektiv zu sein, ist es notwendig, die Leistungen des Mitarbeiters kontinuierlich zu beobachten. Es ist deshalb ratsam, sich in regelmäßigen Abständen kurze Notizen zu machen beispielsweise in den Kategorien Leistung und Verhalten.

  1. Verbindlichkeit

Seien Sie verbindlich und halten Sie ein, was sie sagen. Nur dann sind Sie in den Augen Ihrer Mitarbeiter vertrauensvoll und verlässlich.

  1. Gesprächsende

Zum Gesprächsende sollten die wesentlichen Ergebnisse und Vereinbarungen zwischen Führungskraft und  Mitarbeiter kurz und präzise vom Vorgesetzten zusammengefasst werden. Zudem ist es wichtig, dem Mitarbeiter zu danken und in einer angenehmen Atmosphäre das Gespräch zu beenden. Über das geführte Mitarbeitergespräch sollte ein (Kurz-) Protokoll erstellt werden.

Fazit: Das Ziel eines Mitarbeitergesprächs sollte sein, die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter positiv weiterzuentwickeln. Mitarbeitergespräche können eine offene Kommunikation und gegenseitiges Verständnis fördern, die Zusammenarbeit erleichtern, Unstimmigkeiten klären und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Nutzen Sie als Führungskraft diese Chance.