Arbeitsmodelle der Zukunft – wie ihre Mitarbeiter wirklich arbeiten wollen

Arbeitsmodelle_der_Zukunft–wie_ihre_Mitarbeiter_wirklich_arbeiten_wollenViele Menschen entscheiden sich heute bewusst für Alternativen zum klassischen Angestelltenverhältnis in Form von Projekt- und Zeitarbeit, Zeitverträgen und freiberuflicher Tätigkeit. So das Ergebnis der Manpower Studie, bei der 9.550 Menschen in Deutschland und elf weiteren Ländern im Alter zwischen 18 und 65 Jahren gefragt wurden, ob und warum sie sich für NextGen-Arbeit entscheiden.

77% der Befragten sind offen für flexible Arbeitsmodelle. 83 Prozent der Befragten, die flexibel arbeiten, möchten dies auch in Zukunft tun. Und sieben von zehn Festangestellten könnten sich gut vorstellen, sich zukünftig für ein flexibles Arbeitszeitmodell zu entscheiden. Dabei schätzen die Befragten die Möglichkeit, neue Qualifikationen zu erwerben, die Zeit selber einzuteilen, verschiedene Stellen und Positionen auszuprobieren sowie die Chance, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können.

Trotz der Offenheit vieler Beschäftigter für flexible Arbeitsmodelle, lassen sich deutsche Unternehmen nur zögerlich auf alternative Arbeitsmodelle ein und geraten damit im internationalen Vergleich ins Hintertreffen.

Wir stellen Ihnen hier sieben verschiedene flexible Arbeitsmodelle vor:

  1. Homeoffice

Das Interesse an Homeoffice ist größer denn je. Homeoffice bietet Mitarbeitern mehr Flexibilität und Selbstbestimmtheit. Der Laptop, das Mobilgerät und ein Cloud-basiertes Firmennetzwerk ermöglichen diese Flexibilität. Ortsunabhängiges Arbeiten wird dadurch zum Kinderspiel.

  1. Teilzeit

Teilzeit wird in fast allen Unternehmen angeboten und ist längst nicht mehr nur Müttern mit kleinen Kindern vorbehalten, die nur vormittags arbeiten. Teilzeit wird zunehmend als Wahlarbeitszeit verstanden, d.h. die genaue Stundenzahl und die Verteilung der Arbeitszeit wird individuell zwischen Mitarbeiter und Unternehmen vereinbart.

  1. Sabbatical

Beim Sabbatical können Mitarbeiter eine mehrmonatige bezahlte Auszeit nehmen. Dies ist in der Regel durch Gehaltsverzicht, durch den Aufbau von Plusstunden oder durch das Ansparen von Urlaub möglich. Die Auszeiten werden meist genutzt, um sich intensiv weiterzubilden, eine Familienphase einzulegen oder sich sozialen Projekten zu widmen.

  1. Jobsharing

Beim Jobsharing teilen sich zwei oder mehrere Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle. Die Arbeitszeiten und die freien Tage können sich grundsätzlich die Arbeitnehmer selber aufteilen. Jobsharing ist ideal für Unternehmen, wenn eine Vollzeitstelle zu besetzen ist, sich aber zwei Kandidaten bewerben, die in Teilzeit arbeiten möchten. Unternehmen erhalten so doppelte Erfahrung und doppelte Motivation.

  1. Hotdesking

Das Hotdesking ist eine Art „Büroraumverwaltung“, bei der sich verschiedene Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten einen Arbeitsplatz teilen. Der Mitarbeiter sucht sich für einen gewissen Zeitraum einen Arbeitsplatz innerhalb des Büros eines Unternehmens. Hotdesking wird vielfach von Teilzeitkräften, Freiberuflern oder Vertriebs- und Außendienstmitarbeitern genutzt.

  1. Co-Working Spaces

Beim „Co-Working-Spaces“ kann sich ein Freiberufler oder ein Start-up-Unternehmen innerhalb eines öffentlichen Co-Working-Space Arbeitsplätze oder Räume für Meetings anmieten. Die Vorteile für Unternehmen sind u.a.: eigene Leerstände vermeiden, qualifizierte Experten für das eigene Unternehmen gewinnen und Kontakte zu potentiellen Freelancern aufbauen, die für ein bestimmtes Projekt in Frage kommen.

  1. Vertrauensarbeitszeit

Bei der Vertrauensarbeitszeit gibt es grundsätzlich keine festgelegten Arbeitszeiten, sie beruht wie das Wort schon sagt auf Vertrauen. Hierzu werden konkrete Ziele und Aufgaben festgelegt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein müssen. Die Vertrauensarbeitszeit erfordert ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Kommunikation.

Fazit: Starre Jobmodelle werden für viele Arbeitnehmer immer unattraktiver. Wer heute gut ausgebildete Mitarbeiter anlocken will, muss weit mehr bieten als ein gutes Gehalt. Mitarbeiter von heute wünschen sich eine ausgewogene Work-Life-Balance.