Social Media Ads gehört die Zukunft

In Zeiten wachsenden Fachkräftemangels ist es für Unternehmen wichtig zu wissen, wie man potentielle Kandidaten für sich gewinnt und welche Faktoren ihre Entscheidungsfindung beeinflussen. In einer Studie der Manpower Group wurden knapp 18.000 berufstätige Kandidaten im Alter von 18-65 Jahren in 24 wichtigen Arbeitsmärkten der Welt befragt, welche Tools sie zur Jobsuche verwenden.

Am beliebtesten bei den Bewerbern sind derzeit Social Media Ads. Weltweit haben im Durchschnitt 31 Prozent der Kandidaten bereits auf Stellenanzeigen oder andere Ads zum Thema Jobsuche in den sozialen Medien geklickt. Unter den Early Adoptern sind es sogar 73 Prozent.

Early Adopter sind laut Studie Bewerber, die in den letzten sechs Monaten mindestens drei oder mehr Technologien bei ihrer Jobsuche eingesetzt haben. Sie sind in der Regel jung, urban, sehr mobil und Studenten. Die Anzahl männlicher und weiblicher Early Adopter ist ausgeglichen. In Deutschland gibt es 7 Prozent Early Adopter, in Indien sind es sogar 31 Prozent.

Auch auf dem deutschen Markt sind Social Media Ads beliebt. 20 Prozent der Jobsuchenden nutzen Werbung in den sozialen Medien zur Jobsuche, gefolgt von Smartphone-Apps und virtuellen Jobmessen. Schlusslicht ist mit 5 Prozent die Suche mit virtuellen Assistenten wie Siri und Alexa.

Site-Retargeting (Ads werden anhand des Surf-Verhaltens des jeweiligen Users angezeigt) oder Kontext-Retargeting (Ads werden auf die jeweils gelesenen Artikel angepasst) setzen zudem optimale Algorithmen ein. User sehen so Anzeigen abgestimmt auf ihre Fähigkeiten und Interessen. Zudem können Unternehmen so Daten sammeln und analysieren, um ihre jeweiligen Personalstrategien zu optimieren.

Da die technologiegestützte Bewerbung besonders einfach ist, kann es zu einer Flut von Bewerbungen führen. Eine große Anzahl von Bewerbungen bedeutet nicht unbedingt eine hohe Bewerberqualität.

Unternehmen sollten also darauf achten, dass der Einsatz der neuen Technologien auch zu qualifizierten Bewerbungen führt. Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning und prognostische Analysen können dabei helfen, geeignete Kandidaten herauszufiltern, indem sie ihre Profile und Qualifikationen mit denen der bestehenden Mitarbeiter abgleichen.